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Test: Nioh 3 – Das beste Nioh aller Zeiten?

Es war eine lange Wartezeit. Nachdem Nioh 2 im Jahr 2020 die Messlatte bereits sehr hoch angesetzt hat, wäre die Sorge berechtigt hier einfach „more of the same“ zu bekommen. Aber man hat sich offensichtlich nicht damit begnügt, das Erfolgsrezept seiner Vorgänger zu kopieren, sondern es in nahezu jeder Hinsicht weiterentwickelt, verfeinert und an einigen Stellen mutig neu denken. Ob das gelungen ist und wo das Spiel an seine eigenen Grenzen stößt, klärt dieser Test!

 

Besser geschrieben, aber…

Nioh 3 verlässt die bekannten historischen Schauplätze des feudalen Japans nicht vollständig, wagt aber einen größeren erzählerischen Sprung als seine Vorgänger. Die Geschichte spielt in einer Zeit des großen Umbruchs – irgendwo zwischen der späten Edo-Zeit und einer mythologischen Zeitebene, die sich immer weiter in den Vordergrund drängt. Der Protagonist, diesmal eine vollständig anpassbare Figur ohne vordefinierten Hintergrund, wird in einen Konflikt zwischen sterblichen Fürsten, korrumpierten Geistern und einer uralten Macht hineingezogen, die man als „Die Leere des Ersten Atemzugs“ bezeichnet. Es handelt sich dabei in eine kosmologische Bedrohung, die alle bekannten Yokai-Hierarchien ins Wanken bringt.
Die Erzählung ist ambitionierter als in den Vorgängern, leidet aber an einem altbekannten Problem des Genres: Sie vertraut ihrer eigenen Geschichte nicht genug. Wichtige Hintergrundinformationen werden in Kodex-Einträge ausgelagert, die zwar umfangreich und gut geschrieben sind, aber vom Großteil der Spielerschaft wohl ignoriert werden.

Wer sich die Zeit nimmt, diese Texte zu lesen, wird mit einem erstaunlich dichten Lore-Gerüst belohnt, das die Beziehung zwischen Menschen, Yokai und den übernatürlichen Kräften des Spiels auf interessante Weise beleuchtet. Wer das nicht tut, bekommt eine Aneinanderreihung von atmosphärischen Szenen, die sich zwar gut anfühlen, aber selten wirklich berühren, weil der tiefere Bezug schlichtweg fehlt.
Die Nebenfiguren sind das eigentliche erzählerische Herzstück des Spiels. Ein alternder Schwertmeister, der seinen Yokai-Fluch als Segen begreift; eine Hofdame, die mehr weiß, als sie sagt; ein rivalisierender Krieger, dessen Motivation erst im letzten Drittel vollständig verständlich wird. Diese Figuren sind mit mehr Sorgfalt geschrieben als alles, was die Serie zuvor zu bieten hatte. Ihre Zwischensequenzen sind sparsam portioniert, treffen dafür aber häufig ins Schwarze. Der Hauptplot kann aber nie so ganz emotional mitreißen, denn auch wenn die Charaktere besser geschrieben sind, gibt es nach wie vor Luft nach oben, auch in Bezug auf den Gesamtplot. Das Finale ist großartig inszeniert, aber es hat sich nicht genug aufgebaut, um mich auch voll mitzunehmen.

Das Gegnerdesign ist erneut verstörend. | Bild © 2026 Koei Tecmo

 

Da kommt Atmo auf!

Nioh hat nie damit geprotzt, ein besonders kinoreifes Spiel zu sein, und Nioh 3 setzt diese Tradition fort. Also meistens. Die Zwischensequenzen sind dieses Mal deutlich häufiger und aufwendiger produziert. Kameraführung und Schnitt haben sich etwas verbessert. Besonders die Begegnungen mit den größeren Yokai-Bossgegnern werden durch kurze, atmosphärische Einführungsszenen eingeleitet, die Stimmung erzeugen, ohne die Geduld des Spielers übermäßig zu strapazieren.
Die Umgebungen selbst erzählen ebenfalls Geschichten. Ein verlassenes Dorf, durch das sich Nebelfetzen wie Geisteratem ziehen; ein kaiserlicher Palast, dessen Pracht unter einer Schicht aus Asche und Dunkelheit fast vollständig begraben liegt; unterirdische Schreine, die von einem Kult zeugen, der eigentlich ausgelöscht sein sollte.

All das sagt viel, ohne einzigen Dialog dafür zu nutzen. Das Art Direction-Team hat ganze Arbeit geleistet und zeigt ein tiefes Verständnis für die japanische Mythologie, die sie zitieren und reinterpretieren.
Einige Übergänge zwischen Spielszenen und Zwischensequenzen wirken allerdings noch nicht ganz rund, und gelegentlich gibt es Momente, in denen die Inszenierung hinter dem spielerischen Erlebnis zurückbleibt, z.B. wenn etwa ein emotional bedeutsamer Moment direkt in einen Ladebildschirm übergeht. Das sind kleine Kritikpunkte, die aber den Gesamteindruck einer deutlich reiferen Präsentation nicht wesentlich trüben.

Nioh 3

Japanische Mythologie at its best. | Bild © 2026 Koei Tecmo

 

Manchmal optisch hübsch, aber immer hübsch für die Ohren

Visuell hat Team Ninja erhebliche Fortschritte gemacht. Die Charaktermodelle sind detaillierter und lebendiger als noch in Nioh 2, die Gesichtsanimationen sind zwar immer noch altbacken, aber weit entfernt von der steifen Mimik der Vorgänger. Besonders beeindruckend sind die Yokai-Designs: Jedes Monster erzählt durch seine visuelle Gestaltung eine Geschichte, jede Verschmelzung aus menschlicher Form und übernatürlicher Verzerrung ist mit sichtbarer Leidenschaft gestaltet. Der Endboss-Yokai des dritten Akts gehört zu den eindrucksvollsten Creature-Designs, die das Genre in den letzten Jahren gesehen hat.
Die Umgebungsgrafik ist weniger konsistent. Offene Außenbereiche sehen stellenweise noch etwas karg aus, und einige Texturen in den Zwischenbereichen der Level wirken im Vergleich zu den sorgfältig gestalteten Hauptgebieten wie nachrangig behandelt. Partikeleffekte bei Magiefähigkeiten und Elementarreaktionen sind hingegen beeindruckend.

Der Soundtrack von Nioh 3 ist hingegen makellos. Komponist Ryōhei Yamamoto, der bereits die Vorgänger mit unvergesslichen Melodien versehen hat, liefert hier sein bisher persönlichstes und vielschichtigstes Werk ab. Die Musik wechselt nahtlos zwischen ruhigen, fast meditativen Melodien in den Erkundungsphasen und wild treibenden Percussion-Chaos in den Kämpfen. Was Yamamoto diesmal besonders gut gelingt, ist das Gespür für den richtigen Moment: Wenn ein Boss zu Boden geht und die Musik langsam abreißt, um in eine stille, fast sphärische Passage zu münden, dann ist das ein emotionaler Schlag, der auch ohne Worte sitzt.

Das Klirren von Klingen, das dumpfe Einschlagen schwerer Waffen oder das unheimliche Stöhnen und Fauchen der Yokai sind so toll abgemischt. Besonders die schwereren Waffenklassen haben ein haptisches Gewicht im Sound, das man direkt durch den Controller zu spüren scheint, selbst ohne haptisches Feedback. Die Sprachausgabe ist auf Japanisch hervorragend; die englische Synchronisation ist solide, aber ich bleibe der Authentizität wegen doch lieber bei der japanischen Variante.
Ein kleiner Kritikpunkt: Einige der Bosskampf-Tracks sind zu kurz und wiederholen sich in langen Kämpfen zu oft. Das ist kein neues Problem im Genre, aber da die Kompositionen selbst so gut sind, fällt das Fehlen von ausreichend Variation umso mehr auf.

Nioh 3

Die Rüstungen beeinflussen auch das Spielgefühl durch die Veränderung der Attribute. | Bild © 2026 Koei Tecmo

 

Soweit bekannt?

Nioh 3 ist in seiner Grundanlage ein Action-Rollenspiel mit starken Souls-Einflüssen und einem Stance-System, das weiterhin das Herzstück des Kampfes bildet. Das Spiel ist in Missionen aufgeteilt, die über eine Weltkarte angesteuert werden. Diese Struktur ist bekannt und bewährt, wurde aber um einige offenere Zwischenbereiche ergänzt, die an ein loses Hub-System erinnern. Man kann diese Bereiche erkunden, versteckte Schreine entdecken, Händler aufsuchen und Nebenquests aktivieren, ohne direkt in eine definierte Mission einzutauchen. Das gibt dem Spiel ein Gefühl von Offenheit, das die Vorgänger vermissen ließen, ohne dabei die präzise Level-Struktur aufzugeben, die Nioh von offeneren Soulslike-Vertretern unterscheidet.
Die Schreine fungieren weiterhin als Checkpoints und Heilungspunkte, und das Spannungsverhältnis zwischen dem Voranschreiten und dem Zurückfallen zu einem sicheren Punkt funktioniert genauso gut wie eh und je.

Gestorbene Seelen, hier Amrita genannt, können am Sterbeort aufgehoben werden, und der Moment, in dem man zittert, ob man es bis zum nächsten Checkpoint schafft, ohne erneut zu sterben, ist eines dieser unersetzlichen Gefühle, die das Genre so attraktiv machen.
Das Kampfsystem ist der absolute Kern von Nioh 3, und hier leistet das Spiel Außerordentliches. Das klassische System ist nach wie vor enthalten, nämlich wenn man als Samurai unterwegs ist. Komplett neu ist allerdings, dass du nicht nur diese Samurai-Stile nutzen kannst, sondern auch in den Ninja-Modus gehen kannst. Dieser ist komplett auf Agilität ausgelegt und du kannst sogar beide Stile mit eigenen Ausrüstungsgegenständen versehen. Den Ninja könnt ihr also mit sehr leichter Ausrüstung versehen, um ihn bewusst agiler zu halten und auch um sich mehr vom Samurai zu differenzieren.

Nioh 3

Je größer die Waffe, desto besser. Oder? | Bild © 2026 Koei Tecmo

 

Die richtige taktische Abstimmung

Die Ausdauerleiste, Ki genannt, bleibt das zentrale Managementelement des Kampfes. Angriffe, Ausweichen und Blocken zehren am Ki-Vorrat, und wer ihn leer fährt, steht schutzlos da. Die Ki-Pulse-Mechanik, ein rechtzeitiger Knopfdruck nach einer Angriffsfolge, um Ki zu regenerieren – ist aus den Vorgängern bekannt und wird auch hier gekonnt eingesetzt. In Nioh 3 wurde sie um eine Verkettungs-Option erweitert: Ein Ki-Pulse direkt nach einem Haltungswechsel löst einen kurzen Regenerationsstoß aus, der größer ist als ein normaler Pulse. Das klingt nach einem kleinen Detail, verwandelt aber den Haltungswechsel von einer taktischen Option in eine Notwendigkeit. Aber in keine die stört, sondern das Gameplay auch im Steuerungsmuster sehr rhythmisch erweitert.

Die Waffenvielfalt ist ebenfalls beeindruckend. Schwerter, Doppelklingen, Speere, Stangenwaffen, schwere Schwerter, Hammer, Bögen, Musketen. Jede Waffenkategorie hat ein völlig eigenes Bewegungsset, eigene Stärken und Schwächen sowie einzigartige Spezialfähigkeiten, die durch Waffenfertigkeitspunkte freigeschaltet werden. Neue Waffentypen wurden hinzugefügt: ein flexibler Kettensichel-Typ, der Nah- und Fernkampf verbindet, und ein zweiteiliges Zeremonialstab-Set, das langsam aber mit massiven Ausbruchswerten punktet. Diese Ergänzungen fühlen sich nicht wie aufgepfropftes Füllmaterial an, sondern wie echte Bereicherungen des ohnehin schon üppigen Arsenals.

Die Yokai-Fähigkeiten, die aus besiegten Gegnern extrahiert werden, bieten noch immer unendlich viele Möglichkeiten zur Individualisierung. Drei Fähigkeiten können ausgerüstet werden, und die Kombinationsoptionen fühlen sich nahezu endlos an. Wer tief in die Systeme eintaucht, wird belohnt; wer es einfacher haben möchte, kommt mit einer grundlegenden Auswahl ebenfalls durch.
Die Bosskämpfe verdienen besonderen Erwähnung. Nioh 3 hat einige der besten und befriedigendsten Boss-Designs des Genres. Das will was heißen, weil das können auch Genre-Vertreter hervorragend gut. Jeder Gegner hat klare Telegraphen, faire aber harte Angriffsmuster und einen Lernprozess, der sich nach echtem Fortschritt anfühlt.

Der Moment, in dem ein Bosskampf nach mehreren Versuchen gelingt, weil man endlich versteht, wann man angreift, wann man ausweicht und welche Waffenhaltung gegen diesen spezifischen Gegner optimal ist, ist befriedigend auf eine Art, die nur wenige Spiele reproduzieren können. Einige Bosskämpfe sind allerdings hart an der Grenze zum Unfairen, besonders im späteren Spielverlauf. Zum Glück spiele ich parallel auch gerade noch ein bisschen Silksong. Sonst wäre meine Frustrationsgrenze weniger dehnbar.

Nioh 3

Erstmals könnt ihr auch in der Ninja-Form meucheln. Hier liegt der Fokus auf Schnelligkeit. | Bild © 2026 Koei Tecmo

 

Never Ending Progression

Das Progressionssystem ist klassisch Nioh: Erfahrungspunkte steigern das Level, jede Levelerhöhung gibt einen Attributspunkt, und Attribute wie Stärke, Geschicklichkeit, Konstitution, Mut und Magie beeinflussen direkt, welche Waffen und Fähigkeiten maximal wirksam eingesetzt werden können. Das ist klar, überschaubar und funktioniert bestens. Das Waffenfertigkeitssystem, das separate Punkte für jede Waffenkategorie vergibt und einen eigenen Fähigkeitsbaum pro Waffe aufmacht, ist ebenfalls aus den Vorgängern bekannt und wurde nur marginal erweitert.
Was sich wirklich verändert hat, ist das Ausrüstungssystem. Nioh war schon immer ein Loot-Spiel im Herzen, und Nioh 3 dreht diese Schraube noch ein Stück weiter. Gefallene Gegner und geöffnete Truhen hinterlassen Ausrüstung in verschiedenen Qualitätsstufen, jede mit eigenen Affixen und Boni. Das Schmiede-System erlaubt das Umschmieden von Werten, das Fusionieren von Boni aus verschiedenen Stücken und das Aufwerten von Grundwerten.

Für Loot-Liebhaber ist das ein Traum; für Gelegenheitsspieler kann es sich schnell überwältigend anfühlen.
Nioh 3 versucht, dieser Komplexität mit einer überarbeiteten Benutzeroberfläche zu begegnen. Vergleiche zwischen ausgerüsteten und gefundenen Gegenständen sind klarer dargestellt, und ein neues „Empfehlung“-System markiert automatisch die für den aktuellen Build wahrscheinlich nützlichste Ausrüstung. Das ist ein willkommener Schritt in die richtige Richtung, löst aber das Grundproblem nicht vollständig: Wer wirklich das Maximum aus seinem Charakter herausholen will, muss sich durch eine Fülle von Systemen und Submenüs arbeiten, die selbst nach zwanzig Stunden noch neue Tiefen offenbaren.
Das Endgame bietet, getreu der Nioh-Tradition, eine Vielzahl von Schwierigkeitsebenen, die über die Kampagne hinaus freigeschalten werden. Der „Traumreise“-Modus und seine Erweiterungen heben Feindstärke und Loot-Qualität, sodass man sich motiviert fühlt noch viel mehr Stunden mit Nioh 3 zu verbringen.

Nioh 3

Während die Farbstimmung weiter oben wie aus einem Aquarellbild wirkt, entstammen die Steintexturen hier scheinbar noch der Playstation 1-Zeit. | Bild © 2026 Koei Tecmo

 

Nioh 3 wird euch zum Schwitzen bringen

Nioh 3 ist kein einfaches Spiel, und es hat auch keinerlei Interesse daran, eines zu sein. Es gibt keine Schwierigkeitsstufen-Einstellungen im klassischen Sinne. Was es gibt, ist die Möglichkeit, Missionen kooperativ mit bis zu zwei weiteren Spielern zu bestreiten, was den Schwierigkeitsgrad erheblich reduzieren kann. Online-Kooperation funktioniert flüssig und ist schnell eingerichtet; Gegner skalieren dabei in Stärke, aber die schiere Anzahl der Spieler tilgt den Nachteil in den meisten Fällen mehr als aus.
Die Lernkurve ist steil, aber fair. Nioh 3 erklärt seine Systeme besser als seine Vorgänger, wenn auch immer noch nicht so gut, wie man es sich wünschen würde. Wer aus einem anderen Soulslike kommt, wird schnell verstehen, dass die Nioh-Formel zwar verwandt ist, aber ihre eigenen Regeln hat – und dass das Ignorieren des Ki-Systems auf lange Sicht bestraft wird. Wer völlig neu im Genre ist, dürfte in den ersten Stunden hart auf die Probe gestellt werden.

Allein die Hauptkampagne umfasst um die vierzig Stunden, wenn man einen normalen Spielfortschritt anstrebt und nicht zu viel Grinden betreibt. Wer alle Nebenquests abschließt, alle versteckten Schreine findet und die optionalen Bosse besiegt, kommt schnell auf sechzig bis achtzig Stunden. Das Endgame mit seinen gestaffelten Schwierigkeitsmodi kann diese Zahl beliebig in die Höhe treiben. Für das Geld, das Nioh 3 kostet, bekommt man schier unglaublich viel Inhalt – vorausgesetzt, man ist der Zielgruppe zugehörig.
Die Wiederspielbarkeit ist hoch. Verschiedene Builds spielen sich so unterschiedlich, dass ein zweiter Durchlauf mit einer anderen Waffenkategorie sich anfühlt wie ein fast völlig neues Spiel. Die Missionsstruktur unterstützt das Farming-Gameplay und die Suche nach perfekten Loot-Kombinationen auf natürliche Weise.

 

Fazit zu Nioh 3

Nioh 3 did it again. Das Kampfsystem ist großartig; der Soundtrack ist ein Meisterwerk; die Yokai-Designs und die Liebe zur japanischen Mythologie strahlen auf jeder Ebene durch. Ich habe so viel Spaß mit Nioh 3, obwohl ich zum Beispiel wenig Begeisterung für Soulslikes übrig habe. Wieso ich trotzdem so viel Spaß damit habe? Vielleicht weil Nioh 3 sich in seinen Spielmechaniken so viel besser einleitet und weil es immer noch weniger frustrierend ist. Denn obwohl es keinen einfachen Schwierigkeitsgrad gibt, kann ich mir immer jederzeit Unterstützung besorgen. Dazu gefällt mir das Kampfsystem ausgesprochen gut. Es ist zugänglich, aber bei Weitem nicht unterkomplex und so sorgen die Fights für Abwechslung. Wo Nioh 3 schwächelt ist in der Erzählung, im gelegentlich überwältigenden Loot-System und die Menüführung hinterließ auch nicht den besten Eindruck bei mir.
Wer das Genre liebt oder in die Nioh-Welt einsteigen will, bekommt mit dem dritten Teil das kompletteste Paket, das Team Ninja bisher abgeliefert hat. Selbst ich, als jemand der sich nur bedingt für Soulslikes begeistern kann, war richtig begeistert und kann es somit auch jenen empfehlen, die nie so mit dem Genre warm geworden sind. Ein Snack für zwischendurch ist es aber nicht gerade. Es braucht hierfür schon Zeit. Viel Zeit.

Christian Koitka (Redakteur)

Positiv:

Komplexes, aber zugängliches Kampfsystem
Tolle Stimmung und Atmosphäre
Gute Zugänglichkeit, auch dank Koop-Möglichkeit
Hervorragender Soundtrack
Saftiges Trefferfeedback
Schwierig, aber fair

Negativ:

Optisch ist bei den Umgebungen noch reichlich Luft nach oben
In Bezug auf Storytelling, Welt und Gameplay-Loop gibt es keine Revolutionen
Loot-Mechaniken sind mir ein bisschen too much

Online Multiplayer

Couch-Koop / Splitscreen

Mikrotransaktionen

Lootboxen

Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

Ab in die Sammlung?

Für Fans des Genres ein Pflichtkauf!

Der Beitrag Test: Nioh 3 – Das beste Nioh aller Zeiten? erschien zuerst auf NAT-Games.

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