Wenn Autoren gerade erst anfangen, wird vielen von ihnen einfach gesagt, sie sollen mehr lesen, um besser in ihrem Handwerk zu werden. Sich an Geschichten zu beteiligen, damit du selbst interessantere erfinden kannst. Als Joe Abercrombie, der Autor von The First Law and The Devils, aufwuchs, empfand er Videospiele als eine großartige Inspirationsquelle für seine Fantasie, neben Büchern.
In einem Gespräch mit uns auf der Celsius 232 kürzlich erklärte Abercrombie, wie das Gaming als Kind darauf beruhte, dass der Spieler viele narrative Lücken selbst füllen musste. "Als ich vier oder fünf war, bekamen wir zum ersten Mal einen Computer, der war, glaube ich, ein Acorn Atom, 2K," sagte Abercrombie und fügte hinzu, dass seine Familie Computer und Spielautomaten aufgerüstet habe, als er in seine Teenagerjahre aufwuchs.
"Wann, nehme ich an, als junge Leute auf Bücher reagieren würden. Ich reagierte auf Bücher, aber auch auf Videospiele. Und in dieser Zeit musste man wohl viele Lücken für sich selbst füllen und sozusagen eigene Hintergrundgeschichten zu den Charakteren entwickeln. Und deshalb waren sie, denke ich, sehr kraftvoll darin, die Fantasie anzuregen. Das sind also meine ersten Schreiberfahrungen, in gewisser Weise den Hintergrund der Spiele, die ich gespielt habe, als es nur ein paar Pixel auf dem Bildschirm waren."
Auf der anderen Seite fragten wir Abercrombie, ob er jemals Lust hätte, ein Videospiel zu schreiben. Vielleicht ein moralisch mehrdeutiges Rollenspiel, wie unser Interviewer David Caballero vorschlägt. "Es ist eine faszinierende Gegend. Offensichtlich wird dieses Geschäft so riesig, viel größer als Film und Fernsehen, größer als Bücher. Mit der Zeit bin ich sicher, dass es noch größer wird. Und so ist es zweifellos ein fruchtbares Feld zum Schreiben. Aber ich denke, es gibt immer noch einen gewissen Grad, in dem Autoren dem Design, dem Programm und den kommerziellen Elementen ausgeliefert sind", erklärte Abercrombie.
"Es ist ein schwieriger Bereich, in den man als Buchautor einfügt. Als Autor hat man eine völlige Autorität darüber, was man tut, was zwar ein Druck sein kann, aber gleichzeitig eine große Freiheit bedeutet. Deshalb weiß ich nicht, wie ich jetzt, als jemand, der es gewohnt ist, seinen Willen durchzusetzen, darauf reagieren würde, was man mir sagt", sagte er.
Es besteht jedoch weiterhin Potenzial für weitere Adaptionen basierend auf Abercrombies Werk, und alles darüber hören Sie in unserem vollständigen Interview unten:
Fantasy-Autor Joe Abercrombie enthüllt, wie Videospiele seine Fiktion geprägt haben
Originalquelle: www.gamereactor.de →